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Herr Klee geht in Pension

Stationen seiner Verabschiedung


Freitag, den 27.1.2017

Ein Perspektivwechsel: Die alt-ehrwürdige Aula erzählt:

Wenn ich bedenke, was ich alles schon erlebt habe, dann sind mir verständlicherweise die fröhlichen Stunden die liebsten. Am Freitagabend sollte es wieder einmal so weit sein. Geahnt hatte ich schon etwas, wurde ich doch frühzeitig wunderschön dekoriert und der eine oder andere kam auf meine Bühne, um eine kleine Generalprobe durchzuführen. Die Tische standen nicht mehr einzeln als Prüfungstische, an denen ich die jungen Menschen so oft schwitzend und verzweifelnd beobachten kann, nein, kleine Gesprächsrunden wurden zurecht gerückt und dann sollte es so weit sein: Zu einem schönen Abend in geselliger Runde war das Kollegium und und eine Schar weiterer Gäste eingeladen worden und zwar von Frau Lochthowe, Frau Muhlenbeck und Herrn Klee. Wieder einmal musste verabschiedet werden, weil Lehrkörper, wie ich hörte, nicht unendlich lange arbeiten dürfen. Die Drei erfuhren ein großes Maß an Herzlichkeit und Dankesworten für ihre schulische und außerschulische Tätigkeit. Jeder wünscht sich wohl solche Darbietungen und Geschenke, so dachte ich mir, welch feines Gefühl, wenn man so etwas erfahren darf! Nach dem offiziellen Teil wurde lecker gegessen und getrunken und ich wiegte mich ganz vorsichtig mit, als so manch einer das Tanzbein zu Oldies der 60e und 70er Jahre schwang. Schön war´s!

Dienstag, den 31.1.2017

Im Vorfeld geplant, um 9.30 Uhr umgesetzt:

Alle Schüler und Schülerinnen hatten sich zur ersten großen Pause auf dem alten Schulhof versammelt, um ihren Schulleiter Herrn Klee zu verabschieden. Dieser fuhr am Steuer einer roten Käfer-Cabriolette 1303 aus dem Baujahr 1972, wie der Oldtimerfan Detlef Klee ihn selbst einmal als eines seiner ersten Autos fuhr, mit Herrn Rembiak auf dem Beifahrersitz durch eine zuvor abgesteckte Fahrbahn bis kurz vor das Altbauportal vor, begleitet von den Bläserkindern der Jahrgangsstufe 5 und 6, die mit vollem Lungenvolumen ihre Blasinstrumente aktivierten. Sichtlich beeindruckt stieg Herr Klee aus, so viel Publikum hatte er nicht erwartet, die Überraschung war gelungen! Im Namen der Schülerschaft fand die Schülersprecherin Lea Murberger ganz herzliche Verabschiedungsworte und anschließend wurde der Petriner Hahn als Bild, bunt gestaltet durch Hunderte von Schülerfingerabdrücken, überreicht. Abschließend sangen alle Herrn Klee ein Lied. Wie könnte es anders lauten? Initiates file download„Ein Hoch auf dich!“ Spätestens da musste Herr Klee tief durchatmen und schlucken. Er gab offen zu, dass er mit Tränen der Rührung kämpfen musste. Wie heißt es heutzutage? Da musste er durch!

Festgottesdienst, 14.00 Uhr, Propsteikirche Recklinghausen

Besonders emotional wurde es für Herrn Klee dann in der Propsteikirche. Auf der einen Seite war es die festliche Musik mit Orgel, Trompete Flöte und Chor, die alle Anwesenden in der gut gefüllten Propsteikirche, in die man aus Platzgründen statt der Gymnasialkirche ausgewichen war, in ihren Bann zog. Herr Klee hatte den Beteiligten bei der Planung des Gottesdienstes völlig freie Hand gelassen. Und so füllten Probst Quante und Pfarrer Soika, die Herrn Klee in den Jahren am Petrinum eng verbunden waren, gemeinsam mit Petrinerinnen und Petrinern den Kern des Gottesdienstes mit einer für klassische Wortgottesdienste eher ungewöhnlichen Segenszeremonie für den künftigen Pensionär, in der ihm jeder einzelne Sprecher persönliche Segensworte mit auf den Weg gab.

Als dann der Projektchor mit weit über 50 Schülerinnen und Schülern, Eltern, Ehemaligen, Kolleginnen und Kollegen mit „We shall Overcome“ zum Abschluss einen „geheimen“ Musikwunsch des Schulleiters erfüllte, sah man ihm an, wie tief bewegt er vom Engagement aller Beteiligten war. Wir alle wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg Gottes Segen.

Offizielle Verabschiedung des Schulleiters Herrn Klee in der Aula, 15.30 Uhr

Nun war es so weit! Unausweichlich, nicht mehr zu umgehen:

Die geladenen Gäste waren bereit.

Die offizielle Verabschiedung unseres Schulleiters Herrn Klee begann pünktlich mit dem schwungvollen Einsatz unseres Schulorchesters unter der Leitung von Lioba Pötter. Und genauso schwungvoll sollte es während der gehaltenen Reden und Grußworte weitergehen. Es wurde rückgeblickt, gedankt, humorvoll begleitet, geschmunzelt und gelacht, beschenkt und aufgemuntert, kurzum: Es füllten sich eineinhalb Stunden mit einem kurzweiligen Programm voller Fröhlichkeit und Menschlichkeit, durch das unser neuer Schulleiter Herr Rembiak umsichtig und akzentuiert leitete. (Selbst der kleine Versprecher unseres Dezernenten Herrn Pietrek, der im Zusammenhang mit Herrn Klee das Gymnasium Hittorf nannte, sorgte für Erheiterung und wurde ihm schnell verziehen.) Kurzum: Eine Abschiedsfeier mit der Betonung auf Feier!

Im anschließenden Zusammensein im Foyer des Altbaus ergab sich für die Gäste die Gelegenheit zu einem regen Gesprächsaustausch, war doch die zur Verfügung stehende Zeit für Herrn Klee begrenzt.

An dieser Stelle sei ihm ein gefüllter Kessel Buntes gewünscht, bestehend aus dem wohlverdienten Urlaub mit seiner Frau, Träumen von Oldtimern, Begegnungen mit wohlgesinnten Hündchen, Förderung von physikbegabten jungen Menschen, sportlichen Fahrraderkundungsfahrten durch seine Heimatstadt Münster und Umgebung, einem Verein, der endlich wieder Punkte macht, lecker Ratatouille und weiteren selbst gewählten Zutaten.


Von: Gisela Erler-Krämer, Michael Rembiak