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Wenn die große Pause ein Konzerterlebnis bietet...

„TiL“ mischt das Petrinum musikalisch auf


„Geht’s euch gut?“, begrüßt Eniz Gülmen die Schüler des Gymnasiums Petrinum, die die Band „TiL“ bereits zu Beginn der zweiten Pause auf dem Schulhof umringen und zujubeln. „TiL“ möchte Abwechslung in Schulen bringen und verwandelt den tristen Pausenhof in eine Konzerthalle.

Das anfangs zurückhaltende Publikum singt nach kurzer Zeit schon lautstark mit. Das zaghafte Wippen mit den Füßen wird zu begeisterten Sprüngen in die Luft. Das Gymnasium Petrinum ist jedoch nicht die erste Schule, die von den drei Bandmitgliedern bespielt wird: Seit Januar dieses Jahres waren sie bereits an 70 Schulen, 90 stehen noch auf dem Tourplan. Mit der von ihnen ausgedachten Aktion „TiL-mySchool“ können Schüler sich bewerben, um die Band auch an ihre Schule zu holen. Mit großem Erfolg: „Wir wurden von ungefähr 5 000 verschiedenen Standorten bundesweit angefragt“ berichtet Dennis Wurm, Sänger und Gitarrist.

Die Idee entstand durch eine Erinnerung an ihre eigene Schulzeit: Sie selber langweilten sich häufig während der Pausen und wollten mit ihrer Musik dagegen ankämpfen. Für ihre Auftritte an Schulen verlangen die 19-Jährigen aus dem Sauerland keine Gage, sondern sind froh, ihrer Leidenschaft nachzugehen. „Wir leben gerade unseren Traum“, schwärmt der Drummer Jona Boubaous. Mehrere professionelle Auftritte stehen schon auf dem Terminkalender.

Die Schüler nehmen das neue Projekt begeistert entgegen. So auch Timo, der TiL vorher zwar nicht kannte, sich aber vornimmt, die Musiklaufbahn der Nachwuchsband zu verfolgen. Auch die zehnjährige Charlotte findet, dass das Schulhofkonzert eine tolle Alternative zum normalen Schulalltag ist. Am Ende der Pause stürzen sich alle auf die Autogrammkarten und wollen Selfies mit dem Trio machen. „Ein toller Auftakt zum neuen Schuljahr“, kommentiert Schulleiter, Michael Rembiak, der das Geschehen erfreut beobachtet.

„Wer hat Bock auf Mathe? Wer hat Bock auf den letzten Song?“, schreit Gülmen durch das Mikrofon und erhält eine eindeutige Antwort. Die Zuschauer kehren nach dem Konzert nur widerwillig und langsam in die Klassenräume zurück.


Von: Recklinghäuser Zeitung, 01/09/2017, S. 4