Partnerschaft nach Bacabal


Die Unterstützung des Schulnetzwerks CONASA im brasilianischen Bacabal

Bacabal ist eine Gemeinde im Bundesstaat Maranhao. In dieser Gemeinde ist das CONASA-Schulnetzwerk, das wir unterstützen, beheimatet. Die CONASA-Schulen werden vom Franziskanerorden getragen. Bacabal hat 100 000 Einwohner, die Einwohnerzahl steigt jedoch rasant: in den letzten 30 Jahren hat sie sich sogar verfünffacht.

Ein großer Teil der Bewohner lebt in einfachen Lehmhütten und Ziegelbauten in einer der ärmsten Gegenden in Brasilien. Dort haben die Kinder erschreckenderweise nur schlechte oder gar keine Berufsaussichten bzw. Zukunftsperspektiven.

Die Eine-Welt-AG engagiert sich in besonderem Maße für den Schulverbund „CONASA“ des Franziskanerordens in Bacabal. Es besteht aus derzeit fünf Vorschulen und einer Grundschule (bis Klasse 9) und wird von insgesamt ca. 1.000 Kindern besucht. In den Vorschulen lernen sie vor allem Lesen, Schreiben und Rechnen, um anschließend auf einer Grundschule (der des Schulnetzwerks oder einer anderen) zurecht zu kommen und eine Basis für ein sicheres Leben zu erhalten, in dem sie trotz der alltäglichen Probleme des Alltags wie Gewalt, Drogen und Kriminalität bestehen können. Die Schulbildung soll sie motivieren, später ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten.

Ohne finanzielle Hilfen kann auch der Franziskanerorden diese Schulen nicht finanzieren – Kosten entstehen z.B. durch die Lehrergehälter, die Kosten für Schulmaterialien oder das warme Essen, das die Kinder dort bekommen. Besonders bedürftige Kinder bekommen auch Zuschüsse zum Schulgeld –diese müssen natürlich auch finanziert werden. Man sieht: Das Geld, das wir durch Verkäufe erwirtschaften oder das uns von unterschiedlichen Aktionen am Petrinum zukommt, ist gut angelegt!

In den Jahren 2005, 2009 und 2012 und 2015 sind jeweils zwei Lehrer und 10 Schüler ab der 10. Klasse nach Bacabal gereist, um sich vor Ort ein Bild der aktuellen Lage zu machen und eine Brücke der Solidarität und Menschenfreundlichkeit zu bauen. Unterkunft fanden sie auf diesen Reisen im Bildungszentrum der Franziskaner im Zentrum Bacabals. Die Besuche unserer Partnerschule führten dazu, dass unsere Partnerschaft mit konkreten Menschen und ihren Schicksalen in besonderer Weise in Verbindung gebracht wird.

In den Jahren 2011 und 2016 wurde die Brücke aber auch von der anderen Seite betreten. Wir konnten jeweils einige Jugendliche und junge Erwachsene aus Bacabal nach Recklinghausen einladen. Sie fuhren mit uns nach Madrid (2011) oder Krakau (2016) zu den Weltjugendtagen und verbrachten anschließend noch eine gute Zeit in Recklinghausen und Umgebung.

Auch in Zukunft wollen wir die Gelegenheit so oft wie möglich nutzen, die Menschen in Bacabal zu besuchen, um den persönlichen Kontakt aufrecht zu halten sowie Gäste aus Bacabal am Petrinum willkommen zu heißen.