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Suchtprävention

Die seit vielen Jahren am Petrinum existierende Arbeitsgemeinschaft zur Suchtprävention bietet derzeit die folgenden Veranstaltungen und Projekte für die Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe:

Klasse 5/6

Wer bin ich? Wer sind die anderen? "Starksein", Persönlichkeitsstärkung zum Neuanfang an der neuen Schule vor allem in den Fächern Religion und Politik. Im Rahmen des Menschen-kundeunterrichts in der Biologie sollen erste Verknüpfungen mit Rauchen und Alkohol als "Alltagsdrogen" und hergestellt werden.

Klasse 7

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 findet an einem außerschulischen Ort ein 2,5 - tägiges Se-inar "Stark machen - Nein sagen" (Alltagsdrogen und Süchte/Arbeit an der eigenen Per-sönlichkeit/Stärkung der Gruppe) statt.

Ziel dieses Seminars ist es, die Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken und "nein" sagen zu können; was ist Genuss, wann beginnt Gewöhnung und anschließend Abhängigkeit / Sucht gerade in Bezug auf Alltagsdrogen. Die Schüler sollen auf die täglichen "Verführungen" ihres Umfeldes sensibilisiert werden. Hier werden Methoden angewandt, die mehr den affektiven Bereich ansprechen. Daher ist es außerordentlich wichtig, dass dies nicht von Lehrern (die die Schüler unter einem leistungsorientierten Gesichtspunkt sehen) geleistet wird, sondern von externen Moderatoren.

Projekt. "Be smart don't start", in Zusammenarbeit mit der AOK und dem Institut für Suchtvorbeugung in Kiel verpflichtet sich die Klasse als Gemeinschaft nicht zu rauchen. (Stufe 6 und 7)

Weltnichtrauchertag 30. Mai: An einzelnen Stationen setzen sich die Schüler mit dem Thema Rauchen auseinander (Peer-Group-Arbeit); 1. Preis der Schulen im VEST 2009;

Klasse 8

Suchtpräventionstag (Peer-Group-Arbeit) : Hier sollen sich die Schüler konkret mit den physiologischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen von Zigaretten-, Cannabis- und Alkoholkonsum und anderen aktuellen Suchtmitteln (Spielsucht und Computer) auseinandersetzen. Dieser Tag findet außerhalb der Schulgebäudes statt (Termin; 2. Schulhalbjahr). Für die Eltern der Schüler der Klassen 7 und 8 bieten wir in Zusammenarbeit mit der DROB Recklinghausen einen Elternabend zum Thema "Was tun, wenn mein Kind Drogen konsumiert" an.

Klasse 9

Im Rahmen der Menschenkunde in Biologie wird die Wirkung ausgewählter Drogen im Zentralennervensystem zum Thema gemacht. Hier wird konkret die Wirkung von Alkohol, Nikotin etc. physiologisch untersucht. Verstärkt werden kann die Intention der Aufklärung durch Berichte und Interviews ehemaliger Betroffener. Durch die Unterstützung unsrer Arbeit durch Schüler der Sucht-AG wird die Präventionsarbeit noch intensiver vermittelbar/authentisch.

Traute Albers

Suchtpräventionstage in Saerbeck 2011

Wir, die 7d, fuhren am 16.03.2011 zusammen mit der 7c auf Suchtprävention. Der Bus startete gegen 11.40 Uhr in Recklinghausen vor dem Gymnasium Petrinum. Der Fahrer begrüßte uns und stellte sich als Alex vor, woraufhin wir alle Alexander (unsern Mitschüler) angrinsten. Nach eineinhalb Stunde Fahrt mit Activity, Bonbons und Kameras, als im Bus die Uhrzeit 12.46 aufblinkte, kam unsere Klasse vor der CAJ-Werkstatt in Saerbeck an, wo wir auf die 7a und b trafen. Einige waren von ihrer Zeit nicht begeistert und meinten, die Umgebung sei auch nicht besonders reizvoll.

Deshalb betraten wir mit gemischten Gefühlen das Gebäude und gelangten in eine Eingangshalle, wo wir unsere Koffer abstellen sollten. Anschließend wurden wir zum ersten Mal in den Tagungsraum 1 geführt, der unser Hauptaktionsraum werden sollte. Dort war schon ein Stuhlkreis aufgebaut. Wir setzten uns also alle hin und Michael Kaminsky, unser Gruppenleiter, und Meike und Silvana, seine Helferinnen, führten uns in die Regeln innerhalb des Hauses ein. Wir klärten noch einige organisatorische Dinge und es wurden uns viele Fragen beantwortet. Anschließend spielten wir ein Spiel, bei dem die Moderatoren unsere Namen kennenlernten. Der „peppige Puschel“ wurde reihum gegeben und wir mussten ein Adjektiv oder ein Verb mit dem Anfangsbuchstaben unseres Vornamens zu unserem Namen hinzufügen. Michael sagte zum Beispiel: ,,Ich bin der musikliebende Michael.“ Und dann ging´s auch schon auf zum Mittagessen. Es gab Spaghetti-Bolognese und für die Vegetarier dazu eine Gemüsesoße. Nach Uslar (unserer letzten Fahrt in der 6) waren wir alle positiv überrascht. Dazu kam, dass der Zivildienstleistende Lars Frank, der in der Küche aushalf und sehr muskulös war, uns alle, ohne dass es ihm bewusst war, zum Küchendienst anregte. So konnte es also weitergehen.

Danach zogen wir unser Gepäck die Treppen herauf und betraten unsere Zimmer, in denen wir die nächsten drei Tage wohnen würden. Wir irrten von Zimmer zu Zimmer um unsere Nachbarn zu ermitteln und uns zu unterhalten. Es blieb kaum Zeit zum Bettenbeziehen, denn nun begann die Mittagsrunde. Die organisatorischen Sachen waren alle geklärt, also begannen wir zu arbeiten. Wir sollten uns klarmachen, was wir überhaupt unter dem Begriff „Drogen & Sucht“ vorstellten. Ideen wurden gesammelt und besprochen, Themen geklärt und eine Liste erstellt, die wir in den nächsten Tagen abarbeiten sollten.

Doch zunächst einmal musste die ganze Klasse sich draußen auf einen Holzbalken stellen. Gerade als jeder seinen Platz gefunden hatte, forderten unsere Betreuer uns auf, uns nach dem Alter zu sortieren. Nach vielen verzweifelten Versuchen hatten wir es dann doch geschafft. Stolz gingen wir zurück in den T1, teilten uns dort in kleine Gruppen auf mit den Themen „Cannabis“, „Essstörungen“, „PC-Sucht“ und „Nikotin“ und bereiteten eine Präsentation und Plakate vor. Darauf folgte das Abendessen, das aus Pizzabrot bestand. Nach einer Pause trafen wir uns wieder zur Abendrunde und stellten in neuen Gruppen die Plakate vor. So etwas heißt heute neuhochdeutsch Galeriegang. Anschließend trugen wir alles Positive und Negative des Tages zusammen. Am Abend durften wir uns noch bis 23.00 Uhr treffen, ab 22.00 Uhr sollten wir allerdings leise sein. Wir waren natürlich alle sehr lange wach und quatschten bis tief in die Nacht hinein, haben geschrieben und Videos aufgenommen. Vorweg amüsierten wir uns mit Flaschendrehen! Wir trafen uns dazu alle im Zimmer 12 und dachten uns lustige Sachen aus – natürlich heimlich! Irgendwann erwischte uns dann doch Frau EK und wir mussten schlafen. Alle gingen dann, soweit wir wissen, ganz brav in ihre Betten. Um 4.40 Uhr morgens kamen dann ein paar Jungs auf die schlaue Idee zu duschen. Aber auch sie erwischte Frau EK und sie wurden nach einem Donnerwetter zum Aufsatzschreiben aufgefordert. 

Für den zweiten Tag stellten wir uns schon für 06.05 Uhr den Wecker. Am Badezimmer war um diese Uhrzeit schon eine lange Schlange, da alle sich die Haare waschen und duschen wollten. Doch da wir genug Zeit hatten, schafften es schließlich alle sich frisch zu machen. Nach dem Frühstück begann die Morgenrunde, in der eine trockene Alkoholikerin zu uns kam, erst ihre Biografie vorlas und dann unsere Fragen beantwortet. Ausnahmsweise schafften wir es leise zu sein, denn es war hochinteressant. Wann hat man schon einmal solche Gelegenheit? Am Anschluss an das Mittagessen trafen wir uns erneut hinter dem Haus auf der Wiese, um ein weiteres Spiel zu spielen. Unser Flugzeug war abgestürzt und wir mussten auf einzelnen Flugzeugstücken auf die gegenüberliegende Seite des Amazonas. Die Teile mussten aber immer berührt werden und man durfte nicht das Wasser betreten. Nach einer kurzen Überlegung schafften es nach ziemlich langer Zeit alle, auf das andere Ufer zu gelangen, selbst Paul, der ins Wasser fiel, wurde am Ende gerettet. Da beschlossen wir, nie zum Amazonas auf Klassenfahrt zu fahren. Wir schrieben immer auf, was bei den Übungen gut bei der Klasse funktioniert hatte und trugen alles zusammen.

Für den zweiten Abend war ein Spieleabend organisiert worden, den wir zusammen mit der 7c veranstalten sollten. Da wir pro Klasse einen DJ brauchten, ernannten wir Christopher Macha zu „DJ Chris“. Es gab eine kleine Disko, man konnte aber auch Gesellschafsspiele spielen.

Dann wurden auch schon die ersten Koffer gepackt und die Schränke im wahrsten Sinne des Wortes ausgeleert. Man ging in die Nebenzimmer um ein bisschen zu plaudern oder schlief schon, um den Wecker um 05.00 Uhr nicht zu verpassen, damit man die Koffer dann packen konnte. Morgens wurden noch die letzten Sachen verstaut und die Zimmer gereinigt – dazu zählte auch das „Müllrausbringen“. Beim Frühstück herrschte schon etwas Unruhe, die Schlaflosigkeit stand uns allen ins Gesicht geschrieben. Aber wir hatten immerhin alles geschafft. Anschließend fand die 7d sich zur letzten Runde auf dieser Fahrt ein. Trauer, Erleichterung und vor allem Müdigkeit lagen in der Luft. Wir füllten Zettel aus, auf denen wir die Herberge bewerteten. Alle vergaben gute Noten. Wenn das doch mal in allen Klassenarbeiten so wäre! Dann fuhr der Bus vor und mit sehnsüchtigen Blicken zurück stiegen wir ein. Dummerweise mussten wir erst 20 Minuten warten, bis die Fahrt begann. Aber das ist eine andere Geschichte. Der Proviant war knapp, reichte aber gerade so, die Kameras hatten kaum noch Akku, trotzdem machten wir noch interessante Bilder, bei Activity kannten wir schon alle Begriffe, doch so ging das Spiel schneller. Wir haben viel über Drogen, ihre Folgen und den Weg in die Abhängigkeit gelernt und hatten dabei riesigen Spaß. An die anfänglich gemischten Gefühle beim Betreten des Hauses können wir uns gar nicht mehr erinnern!