Am Dienstag, den 13.05.25, hatten unsere 10. Klassen Besuch von einem Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR. Dr. Christof Linke lebte bis Mitte 1989 in Halle an der Saale. Er hat uns von seiner spannenden Flucht nach Westdeutschland im Sommer 1989 berichtet. Er selber zählte zu den ersten Flüchtlingen, die über die Botschaft in Warschau in die BRD ausgereist sind. Im kollektiven Gedächtnis sind womöglich mehr die Bilder verankert, die Szenen aus der Prager Botschaft und Hans-Dietrich Genschers Rede vom Balkon an die ausharrenden Flüchtlinge zeigen. Daneben gibt es aber andere Geschichten, die weniger präsent geblieben sind – dazu gehört die von Herrn Dr. Linke, die er mit den Jugendlichen teilte und über seine Erlebnisse ins Gespräch kam: In der Warschauer Botschaft lebte er über mehrere Monate vor seiner Ausreise nach Westdeutschland. Interessanterweise hat er in der Botschaft als Arzt für die Flüchtlinge fungiert und sich sogar als Sprecher für ihre Interessen eingesetzt. Danke für den interessanten Einblick in die deutsch-deutsche Geschichte!
