Umbruch und neue Begegnungen – eine Wende für den Journalismus?

19. Jul 2026 Zurück zu Aktuelles

Ausgerichtet von der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ nahmen Ella Yanik (10D), Linnea Hampe (Q1) und Victoria Peiler (Q1) an dem Projektwettbewerb „Umbruchszeiten – Deutschland im Wandel seit der Einheit“ teil, in welchem sie vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Wendezeit der Geschichte des Journalismus nachgingen und sich dabei auf die Entwick-lungen in der DDR fokussierten.

Weiterhin waren gesellschaftliche und diskursive Auseinanderset-zungen zentral, begleitet von höchsten Anforderungen historisch-wissenschaftlichen Arbeitens, da das Trio nicht nur außerhalb des Unterrichts seine Nachforschungen anstellte, sondern auch intensi-ve Zeitzeugengespräche führte, die im Anschluss auszuwerten und zu kontextualisieren waren. Ge-boren in den 1950-, 1970- und 1980er Jahren forderte die Multiperspektivität der Zeitzeugenberichte die drei Schülerinnen heraus, ihre Recherchen schlussendlich in ihr selbst gewähltes kreatives Pro-dukt – ihren historischen Roman „Echo der Veränderungen- (un)berechenbar“ – fließen zu lassen, der den Weg des Mauerfalls, der friedlichen Revolution und den Ausblick auf die deutsche Wieder-vereinigung gab.

Durch die verschiedenen Figuren und drei sich treffend ergänzende Schreibstile erhält das Lesepublikum einen Einblick in variierende Wertvorstellungen eines DDR-Journalisten, tatsächlich auch eine Vorstellung der misslichen medizinischen Lage der DDR sowie eine Eruierung der Entzweiung vieler Familien aufgrund differenter politischer Ideale und ihrer Realität.

Auch wenn die die drei Mädchen es aus den über 300 Einsendungen aus ganz Deutschland nicht ganz „aufs Treppchen“ geschafft haben, gratuliert die Schulleitung Herr Rembiak und die Fachschaft Geschichte den Schülerinnen am 15.07.2026 sehr herzlich zu ihrem bemerkenswerten Engagement über den bloßen Fachunterricht hinaus, ihrem gegenseitig wertschätzendem Teamgeist, ihrer hohen Motivation, sich immer wieder mit deutsch-deutscher Geschichte sowie ihren Auswirkungen auf unsere Gegenwart zu befassen, und für sich selber einen historisch-kreativen Weg partizipativer Demokratie gefunden zu haben.

Von: Gesa Sebbel