Vorplatz der Gymnasialkirche dem Andenken Heinrich Bones gewidmet

22. Jun 2019 Zurück zu Aktuelles

Was bisher als namenloser Teil des Petriner Schulgeländes galt und stets schlicht als Vorplatz vor der Gymnasialkirche tituliert wurde, trägt nunmehr den ehrenvollen Namen „Heinrich-Bone-Platz.“ Die Petriner Schulgemeinschaft ehrt mit dieser Namensgebung ihren ehemaligen Schüler und Schulleiter, der weit über die Stadtgrenzen hinaus gewirkt hat und nicht zuletzt mit seiner Fassung des „Großer Gott wir loben dich“ in dem von ihm 1847 herausgegebenen Kirchliedbuch „Cantate!“ bis in die Gegenwart vielen Kirchgängern regelmäßig auf der Zunge liegt. Heinrich Bone, mit seinem „Cantate!“ jüngst auch auf der Bronzeplatte am Martinitor verewigt, wurde 1813 im sauerländischen Drolshagen geboren, kam 1830 nach Recklinghausen und legte 1831 sein Abitur am Petrinum ab. Nach Studium und ersten Lehrtätigkeiten in Bonn, Düsseldorf und Köln kehrte er 1856 an seine Alma Mater in Recklinghausen zurück, die er als Direktor bis ins Jahr 1859 leitete. Dann ereilte ihn der Ruf als Direktor an das damals deutlich größere Rabanus-Maurus-Gymansium in Mainz, dem er bis zu seiner Zurruhesetzung 1873 vorstand. Am 10. Juni des Jahres 1893 verstarb Heinrich Bone.

Anlässlich seines 125. Todestages widmete die Schulgemeinschaft des Petrinum unter Federführung des Gymnasialfonds im zurückliegenden Jahr Heinrich Bones bis in die Gegenwart nachhallendem Wirken eine Veranstaltungsreihe. Diese fand nunmehr mit der feierlichen Benennung des Heinrich Bone-Platzes ihres Abschluss. Musikalisch untermalt von der Melodie des „Großer Gott wir loben dich“ durch die Bläserklasse des Petrinum enthüllten am Freitag, 21.06.2019, Georg Möllers als Schuldezernent und Mitglied im Stiftungsbeirat des Gymnasialfonds gemeinsam mit Heinrich Schlösser vom Heimatverein Drolshagen und Schulleiter Michael Rembiak den neuen Namenszug an der Gymnasialkirche mit einer zugehörigen Erläuterungsstafel. Wie beim Caspersgäßchen zu Ehren des Petriner Pädagogen Wilhelm Caspers wird auch Professor Heinrich Bone so ein bleibendes Andenken in Recklinghausen bewahrt.

Auf dem Bild (v.l.n.r.): Heinrich Schlösser (Heimatverein Drolshagen), Schulleiter Michael Rembiak, Rudolf Alterauge (Heimatverein Drolshagen), Schulderzenent und 1. Beigerodneter Georg Möllers, Alfred Stemmler (Gilde der Stadtführer)

Von: Michael Rembiak