Willkommen zur Preisverleihung: Schreibwettbewerb "Paginula Petrina" 2025

16. Mar 2025 Zurück zu Aktuelles

Eingeladen zur Kürung der besten Texte im Rahmen des Petrinischen Schriftstückchens „Paginula Petrina“ hatte die Jury der Fachschaft Deutsch Ende Februar die Autorinnen und Autoren der Stufen 6, 8 und EF. Wo, wenn nicht in der Historischen Lehrerbibliothek, hätte eine bessere literarische Atmosphäre zur Prämierung der Fabeln, Erzählungen und Gedichte anheimeln können?

Freuen konnten sich in der Stufe 6 Alexandra Fimpeler (3. Platz) mit ihrer Fabel über ein sanftes Schaf, stacheligem Igel und selbstverliebtem Hasen, Maximilien Kara (2. Platz) mit seiner Fabel über einen sich aufopfernden Esel und ein arrogantes Pferd und schließlich Klara Kuhlmann (1. Platz) mit ihrer Fabel über eine gewitzte Amsel und einen heuchlerischen Adler, der lernen muss, dass man sich nicht mit fremden Federn schmücken sollte, über schmucke Urkunden und Buchgutscheine, die dankenswerterweise der Förderverein des Petrinum für alle Prämierten gespendet hatte.

In der Stufe 8 nahm für Thilo Bartz (08B) die Klassensprecherin seinen 3. Preis entgegen, den er für seine wanderlustige Ballade über zwei Freunde erhielt. Für Hannah Weiser (08C) las Mira Porr den – in zweifacher Hinsicht – fantastischen Text des 2. Platzes vor, der die Zuhörenden in eine Welt mitnahm, in der das Phänomen Freundschaft erst noch entdeckt werden muss. Erstmalig gingen zwei erste Plätze in diesem Jahr an Noah Bastkowski (08D), der nicht nur das Thema Freundschaft, sondern auch das sensible und anrührende Thema der Demenz in seinem Text verarbeitete. Martha Putzke (08D) erhielt für ihren Text über eine Freundschaft, die sprachliche Hürden und Vorurteile vermeintlich unscheinbar auf einer Parkbank überwindet, ebenfalls den ersten Preis.

Kadriye Altin las als Drittplatzierte der Stufe EF ihren Text vor, der unserer heutigen Zeit unser aller Mediennutzung den Spiegel vorhielt. Zum Rahmenthema der EF „Hallo, versteht mich irgendjemand?“ verfasste Leonie Gremerath (2. Platz) ein Gedicht, das genau diese Frage der Jugend an ihre Um-Welt und erwachsene Generationen stellte. Der erstplatzierte Text stammte aus der Feder von Lea Kunold, die Erlebnisse und Erfahrungen ihres Alltags zu Papier gebracht hatte. Zum Teil beruhten die Schilderungen auf eigenen Erfahrungen, zum Teil waren sie überspitzt dargestellt und durch fiktive Geschehnisse angereichert. Vermischten sich hier auch eigene Erfahrung und Fiktion, so schärfte Leas Text „Stummer Schrei“ den Blick auf körperliche und sexualisierte Übergriffe in Alltagssituationen: Wichtig ist es, darüber zu sprechen und sich wohlbekannten Erwachsenen anzuvertrauen.

„Denn mit dem Gedenken erneuern wir unser Bekenntnis zu unseren demokratischen Werten, in deren Kern das Prinzip steht: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘.“ (Martin Schulz): Anlässlich des Gedenkens an den 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27.01.1945 überreichte die Fachschaft Deutsch im Rahmen der Prämierung Till Holtmann (Q2) einen literarischen Sonderpreis für sein Gedicht „Vergangenheit“, in welchem Till seine Gedanken im Rahmen der Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau verarbeitet hatte: „Der Schlüssel zum Glück ist die Solidarität, / Wo man einander hilft und berät.“

Alle prämierten Texte werden in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Petrinum, die am 30.06.2025 erscheint, zu finden sein.

Von: Gesa Sebbel