Zwei Schüler vom Petrinum greifen nach den Sternen

12. May 2026 Zurück zu Aktuelles

Mit ruhiger Hand, konzentrierten Blicken und jeder Menge Teamgeist standen Tim und Kiano aus der 10. Klasse des Gymnasium Petrinum an der Wettbewerbsmatte und beobachteten gespannt ihren selbst programmierten Roboter. Für die beiden Schüler war die Teilnahme am ZDI-Roboterwettbewerb 2026 weit mehr als nur ein Schulprojekt – es war der Moment, in dem aus Neugier echte Begeisterung für Informatik und Technik wurde.

Beim diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto „zdi-Space Adventures“ drehte sich alles um Weltraumforschung, Satelliten und Missionen im All. Insgesamt 16 Teams aus weiterführenden Schulen traten am 6. Mai 2026 in Gelsenkirchen gegeneinander an. Die Aufgabe: Roboter so zu bauen und zu programmieren, dass sie komplexe Herausforderungen rund um das Thema Raumfahrt meistern. Für Tim und Kiano begann diese Reise jedoch schon viel früher – im Science-Kurs ihrer Schule. Dort kamen sie erstmals mit Robotik am Anfang des Schulhalbjahres in Berührung. Sie lernten nicht nur, wie man Roboter konstruiert, sondern auch, wie man ihn programmiert und präzise steuert. Sensoren, Bewegungsabläufe und logisches Denken wurden plötzlich keine trockene Theorie mehr, sondern praktische Werkzeuge für spannende Aufgaben. Am Anfang war vieles neu.

Doch mit jedem Testlauf und jeder kleinen Verbesserung wuchs die Begeisterung der beiden Schüler für Informatik weiter. Genau dieses Ausprobieren machte schließlich den Unterschied. Denn die Fähigkeiten aus dem Unterricht konnten sie direkt auf die anspruchsvollen Aufgaben des Wettbewerbs übertragen. Das diesjährige Thema bot dafür reichlich Stoff: Raketenstarts vorbereiten, Satelliten steuern oder unbekannte Planeten erkunden – all das mussten die Roboter symbolisch auf dem Spielfeld bewältigen. Dabei zeigte sich schnell, dass Robotik weit mehr ist als Technik allein. Kreativität, Geduld und Teamarbeit waren ebenso gefragt wie mathematisches Verständnis und Informatikkenntnisse. Besonders beeindruckend: Trotz der starken Konkurrenz ließen sich Tim und Kiano nicht aus der Ruhe bringen. Dabei war es für die beiden sogar die erste Teilnahme an einem Wettbewerb dieser Art.

Mit viel Ausdauer und Teamgeist testeten sie immer wieder Abläufe, optimierten ihre Programme und arbeiteten konzentriert an Verbesserungen. Diese Mischung aus Neugier, Engagement und Beharrlichkeit machte den Wettbewerbstag für die beiden zu einer wertvollen Erfahrung. Umso bemerkenswerter war ihr starker Schlussspurt: Erst im dritten und letzten Durchlauf erreichten sie ihre höchste Punktzahl und sicherten sich damit noch einen Platz unter den besten zehn Teams – ein beachtlicher Erfolg. Der Wettbewerb zeigte, wie spannend MINT-Fächer sein können. Gerade Informatik eröffnet jungen Menschen heute enorme Möglichkeiten. Roboter, künstliche Intelligenz und digitale Technologien prägen längst unseren Alltag – von Navigation und Kommunikation bis hin zur Forschung im Weltraum. Wer sich früh damit beschäftigt, sammelt nicht nur Wissen, sondern auch wichtige Erfahrungen für die Zukunft. Tim und Kiano sind dafür ein gutes Beispiel. Aus einem Schulprojekt wurde echte Begeisterung in der Freizeit.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft des Tages: Man muss kein Profi sein, um bei einem Wettbewerb mitzumachen. Oft reicht der Mut, einfach anzufangen und etwas Neues auszuprobieren.

Wir danken der Gerlind & Ernst Denert-Stiftung sowie dem Förderverein Gymnasium Petrinum zu Recklinghausen e.V. für die freundliche Unterstützung.

Von: H. Büdding