Parare – das war doch „eilen“ oder? Ne, das bedeutet properare. Oder „gehorchen“? Einige Vokabeln stellen den Lernenden – in diesem Fall im Fach Latein – immer wieder vor eine große Herausforderung. Wenn die Vokabel einfach nicht in den Kopf möchte, dann kann die Frustration schon einmal groß werden. Dass dies aber nicht so sein muss und Vokabellernen sogar richtig Spaß machen kann, erfuhren die Schülerinnen und Schüler des Latein-Kurses (L5) der Jgst. 7 am Donnerstag, 04.09.24, an der Ruhr-Universität Bochum. Zusammen mit Herrn Leymann und Frau Banken machten sie sich auf zum Alfried-Krupp-Schülerlabor und nahmen dort an dem Projekt „Alte Worte – neue Technik(en).
Lernstrategien für die Wortschatzarbeit im Lateinunterricht und zu Hause“ teil. Am Vormittag lernten sie an insgesamt elf Stationen abwechslungsreiche Strategien für ein erfolgreiches Vokabellernen kennen: von gängigen Methoden wie das Ableiten oder die Schlüsselwort-Methode über kreatives Lernen durch Visualisierung oder Bewegung bis hin zum – durch Sherlock Holmes bekannten – Gedächtnispalast. Auch eigene Vokabel-Quizze konnten erstellt werden. Die jeweiligen Stationsarbeitsblätter wurden in einer Mappe gesammelt, die als Lernportfolio fungiert. Nach einer Mittagspause, in der die Schülerinnen und Schüler sich in der Mensa der Uni stärken konnten, ging es weiter.
Im zweiten Teil wurde an sechs Stationen (plus einer Mythologie-Zusatzstation) nun spielerisch abgeprüft, ob die Methoden auch wirksam waren. Zwischendurch wurde noch ein Vokabeltest eingeschoben: 15 Minuten hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, sich 15 Vokabeln einzuprägen. Voller Eifer und Motivation versuchte ein jeder die meisten Punkte zu erreichen.
Das Feedback am Ende des Tages war einstimmig: Bei dieser Vielzahl an Methoden war für jeden etwas dabei! Und – man mag es glauben oder nicht – es hat sogar richtig Spaß gemacht!
