Den Mut und den Lebenswillen von Rolf Abrahamsohn, (1925-2021), Henny Brenner (1924-2020), Erna de Vries (1923-2021) und Elisheva Lehmann (1924-2021) nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, die allesamt zu Opfern des Holocaust wurden – und überlebt haben – ist seit Mitte März ein Anliegen der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9.
Anfang Februar hatten sie sich in einem sechsstündigen Projekttag die Überlebensgeschichten der vier Zeitzeuginne und Zeitzeugen über die Plattform www.werde-zweitzeuge.de angeeignet und in kleinen Vorträgen aufbereitet, die sich nun an die Schüler:innen der Stufe 7 richteten. Ausgestattet mit Interviewbögen begegneten nun die Siebtklässlerinnen und SIebtklässler „ihren“ Zweitzeugen und wurden im Austausch mit den älteren Jugendlichen dazu befähigt, die Schicksale der im Nationalsozialismus Verfolgten weiter zu tragen.
Mit neugieriger und gespannter Konzentration verfolgten die Jüngeren die Geschichten traurig stimmender Situationen, mutiger Handlungen und unbändigen Lebenswillens. „Nie wieder darf einem Menschen so eine Ausgrenzung und Gewalt wieder angetan werden“, murmelt ein Schüler, der sich daraufhin seinem „Brief gegen das Vergessen“ an den Zeitzeugen Rolf Abrahamsohn widmet: Die Briefe, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Begegnung mit der Überlebensgeschichte reflektieren, werden in den nächsten Tagen von der Fachschaft Geschichte an den Verein „Zweitzeugen e.V.“ gesandt, welcher dem Schrecken der NS-Zeit etwas Positives entgegensetzen und die Briefe in einem „lebendigen, ständig wachsenden Denkmal gegen das Vergessen“ (https://zweitzeugen.de/geschichten/briefe-gegen-das-vergessen) sammeln möchte.
