Verleihung des Dr. Carl Still-Preises 2025
Am 15. Dezember 2025 wurde der Dr. Carl Still-Preis an das Petriner Schulorchester für seine langjährige Arbeit und das Engagement aller bisherigen und aktuellen Mitglieder und Orchesterleitungen als kulturell-musikalisches Aushängeschild der Schule verliehen.
In der Laudatio von Frau Lioba Pötter, die das Orchester seit dem Jahr 2008 leitet, und in den Beiträgen aktueller Orchestermitglieder, die auf ihre Mitarbeit im Orchester zurückblickten, wurde deutlich, wie sinn-, identitäts- und gemeinschaftsstiftend das Orchester für Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen, von den Jüngsten in der 5. Klasse bis hin zu den Abiturientinnen und Abiturienten ist. Gerade das Orchester ist auch nach der aktiven Schulzeit ein Magnet für ehemalige Schülerinnen und Schüler, die immer wieder an die Alma Mater Petriniana zurückkehren, um im Rahmen der Weihnachts- und Abiturkonzerte ihr Petriner Schulorchester zu unterstützen. Das Orchester ist damit manifester Beleg dafür, dass das geläufige Dictum „Einmal Petriner, immer Petriner“ nicht nur eine Floskel, sondern gelebte Realität an unserer Schule ist. Als Anerkennung dieser integrativen und kulturellen Arbeit, seit der Gründung des Orchesters unter Ernst Dittke im Rahmen einer Projektwoche anno 1982, wurde dem Orchester der mit 1000€ dotierte diesjährige Dr. Carl Still-Preis zuerkannt.
Die Ur-Enkeltochter von Dr. Carl Still und Vorstand der Stiftung, Frau Stephanie Still, überreichte den Preis und dankte den anwesenden aktuellen Orchestermitgliedern sowie der aktuellen Leiterin Frau Lioba Pötter, mit der gemeinsam Frau Still anno 1998 ihr Abitur am Gymnasium Petrinum abgelegt hat, für diese Arbeit im Namen der Familie Still, in der die Hausmusik stets eine große Rolle spielte, wie sie in Erinnerung an das im Hause der Familie Still regelmäßig genutzte Harmonium berichtete.
Und natürlich durfte auch Musik im Rahmen der Feierstunde zur Preisverleihung nicht fehlen: Zur Eröffnung begrüßten Balbina Blicharski und Victoria Peiler an der Violine mit dem Largo aus der Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak. Zum Abschluss boten ein Steicherquartett mit Balbina Blicharski, Adrian Buskies und Victoria Peiler (Violine) sowie Finja Kullack (Cello) mit dem „Theme from Bridgerton“ von Michael Dean Parsons und Kris Bowers eine stimmungsvolle Reise ins England des frühen 19. Jahrhunderts.
Auch mit Blick auf diese überzeugenden musikalischen Einblicke in das aktuelle Orchesterleben dankte Herr Axel Tschersich, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, dem Orchester, das ihm aus seiner Zeit als Pflegschaftsvorsitzender am Gymnasium Petrinum noch in bester Erinnerung war. Dieses Orchester, so berichtete er, leiste einen wichtigen Beitrag für das kulturelle Leben der Schule und der Stadt, gerade mit Blick auf die vielen Petrinerinnen und Petriner, die auf Basis ihrer Ausbildung und ihres Mitwirkens im Schulorchester auch im Jugendsinfonieorchester, in den Ensembles der städtischen Musikschule und an vielen anderen Stellen auch außerhalb des Petrinum in der Stadtgesellschaft musikalische Spuren hinterlassen.
Schulleiter Herr Michael Rembiak blickte in seinem Grußwort auch voraus auf die neuen Musikprofile, das Bläser-, Streicher- und Vokalprofil, die ab dem kommenden Schuljahr in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Recklinghausen am Gymnasium Petrinum starten werden. Diese sollen einen zentralen Unterbau für die Zukunft der musikalischen Ensembles der Schule bilden und insgesamt das musikalische Profil der Schule weiter schärfen. Vor diesem Hintergrund dürfen wir uns schon auf die nächsten musikalischen Höhepunkte am Petrinum freuen, zumal wenn wir schon auf das Jubiläumsjahr 2029 blicken, in dem das Petrinum das „Doppeljubiläum“ 200 Jahre Abitur in Recklinghausen und 100 Jahre Dr. Carl Still-Preis am Gymnasium Petrinum feiern darf.
Aktuelle Orchestermitglieder gemeinsam mit Schulleiter Michael Rembiak und dem ehem. Schulleiter Detlef Klee (vorne links) sowie Orchesterleiterin Lioba Pötter, Bürgermeister Axel Tschersich und Stiftungsvorstand Stephanie Still (vorne rechts).